GPON erklärt
GPON steht für **Gigabit Passive Optical Network** und ist eine der weltweit am häufigsten eingesetzten Technologien für FTTH-Glasfasernetze.
Dabei teilen sich mehrere Haushalte eine gemeinsame Glasfaseranbindung zwischen Netzverteiler und zentraler Netztechnik. Das reduziert Ausbaukosten und ermöglicht gleichzeitig sehr hohe Datenraten.
Wie funktioniert GPON?
Im PoP befindet sich ein sogenanntes OLT (Optical Line Terminal). Von dort läuft eine Glasfaserleitung in Richtung Ausbaugebiet. Über passive optische Splitter wird das Signal auf mehrere Teilnehmer verteilt.
Typischer Aufbau:
- OLT
- Glasfaser
- Splitter
- NVT
- Hausanschlüsse
- ONT
Da keine aktiven Verstärker zwischen OLT und Teilnehmer benötigt werden, spricht man von einem passiven Netz.
Vorteile von GPON
Wirtschaftlicher Ausbau
Mehrere Teilnehmer nutzen dieselbe Infrastruktur. Dadurch lassen sich FTTH-Netze wirtschaftlicher realisieren.
Hohe Reichweite
Entfernungen von über 20 Kilometern sind technisch möglich.
Hohe Bandbreiten
Typische technische Kapazitäten liegen bei 2,5 Gbit/s im Downstream und 1,25 Gbit/s im Upstream.
Nachteile von GPON
Da mehrere Teilnehmer dieselbe Kapazität nutzen, wird die verfügbare Bandbreite geteilt. Im Alltag ist das selten ein Problem. Bei sehr hoher Auslastung kann es theoretisch zu Einschränkungen kommen.
Unterschied zwischen GPON und XGS-PON
| Merkmal | GPON | XGS-PON |
|---|---|---|
| Download | 2,5 Gbit/s | 10 Gbit/s |
| Upload | 1,25 Gbit/s | 10 Gbit/s |
| Verbreitung | sehr hoch | zunehmend |
| Zukunftssicherheit | hoch | sehr hoch |
Fazit
GPON ist aktuell eine der wichtigsten Technologien im Glasfaserausbau. Sie ermöglicht wirtschaftliche FTTH-Netze mit hohen Bandbreiten und bildet die Grundlage vieler moderner Glasfaseranschlüsse.
Häufige Fragen zu GPON erklärt
Warum ist dieses Thema wichtig?
Das Thema hilft dabei, Internetanschlüsse, Glasfaser, DSL, WLAN und Heimnetzwerke besser zu verstehen und technische Probleme gezielter einzuordnen.
Kann man das Problem selbst prüfen?
Einige einfache Prüfungen sind möglich, etwa Kabelkontrolle, Routerneustart, LAN-Test und Sichtprüfung. Eingriffe an Netzabschlüssen sollten nur autorisierte Techniker durchführen.
Wann sollte ein Techniker beauftragt werden?
Wenn die Verbindung dauerhaft gestört ist, Messwerte auffällig sind oder ein Netzabschluss geprüft werden muss.
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