Glasfaser einblasen: Verfahren, Voraussetzungen und Grenzen

Kabel schonend durchs Mikrorohr

Beim Einblasen wird ein dafür vorgesehenes Glasfaserkabel mit einem Einblasgerät kontrolliert in ein Mikrorohr gefördert. Druckluft reduziert die Reibung; Vorschubkraft, Rohrzustand und Biegeradien bleiben entscheidend.

Voraussetzungen

  • durchgängiges, geeignet dimensioniertes und sauberes Mikrorohr
  • dichte Rohrverbindungen und zulässige Biegeradien
  • passendes Kabel, Einblasgerät und Kompressor
  • bekannte Streckenlänge und zugängliche Endpunkte

Ablauf

  1. Rohr prüfen und vorbereiten.
  2. Kabel und Gerät nach Herstellervorgaben einrichten.
  3. Vorschub, Druck und Zugbelastung kontrollieren.
  4. Kabelreserve fachgerecht ablegen.
  5. Fasern spleißen, reinigen und optisch messen.

Druckluft, bewegte Kabel und empfindliche Fasern machen das Verfahren zur Facharbeit. Bei Blockaden nicht mit unkontrollierter Kraft nachschieben.

Ablauf in der Praxis

Vor dem Einblasen werden Rohrweg, Belegung, Dichtheit und Durchgängigkeit geprüft. Das Kabel wird mit kontrollierter Luftströmung und Vorschubkraft in das Mikrorohr eingebracht; Zugkraft und zulässiger Biegeradius dürfen nicht überschritten werden. Am Ziel werden Reserve, Kennzeichnung und spätere Spleißpunkte berücksichtigt.

Typische Hindernisse

  • gequetschte, geknickte oder verschmutzte Rohre
  • zu enge Bögen und nicht geeignete Kupplungen
  • Wasser, Sand oder Fremdkörper im Rohr
  • falscher Rohrinnendurchmesser oder zu lange Teilstrecke

Mehr Druck ist keine sichere Lösung: Bei blockiertem Rohr können Kabel und Rohr beschädigt werden. Arbeiten gehören zu dafür ausgerüsteten Fachfirmen; Eigentümer sollten Rohrverlauf, Endpunkte und Reserven dokumentieren lassen.

Primärquellen

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