Faser und Optik müssen passen
Singlemode und Multimode beschreiben unterschiedliche Lichtausbreitung in der Faser. FTTH-Zugangsnetze verwenden typischerweise Singlemode; Multimode findet sich vor allem in Gebäude-, Rechenzentrums- und Campusnetzen.
Der technische Unterschied
Singlemode
Kleine Modenfeldgröße, ein geführter Modus und Eignung für lange Zugangs- und Weitverkehrsstrecken.
Multimode
Größerer Kern und mehrere Moden; häufig für kürzere interne Netzstrecken.
Komponenten nicht mischen
- Transceiver müssen zum Fasertyp und zur Wellenlänge passen.
- Steckertyp und Schliff sind eine separate Eigenschaft.
- Ein passender Stecker beweist keine passende Optik.
- Vorhandene Strecke, Dämpfung und Linkbudget sind zu prüfen.
Kosten-Nutzen
Für einen vorhandenen FTTH-Anschluss nicht auf Verdacht Multimode-Komponenten kaufen. Zuerst Betreiberübergabe und Router- beziehungsweise ONT-Schnittstelle bestimmen; im Heimnetz ist oft Ethernet-Kupfer die einfachere Verbindung.
Die Auswahl folgt der Anwendung
Singlemode-Fasern führen im relevanten Wellenlängenbereich im Wesentlichen einen Modus und sind die Grundlage öffentlicher FTTH-Netze sowie langer Strecken. Multimode-Fasern besitzen einen größeren Kern und werden vor allem für kürzere Verbindungen in Gebäuden und Rechenzentren genutzt. „Schneller“ oder „langsamer“ ist ohne Transceiver, Wellenlänge und Entfernung keine sinnvolle Einordnung.
Faser und Optik bilden immer ein System. Ein Multimode-Transceiver gehört nicht auf eine beliebige Singlemode-Strecke und umgekehrt. Auch Steckverbinder und Patchkabel müssen zur Schnittstelle passen.
Beim Hausanschluss
FTTH-Anschlüsse werden typischerweise als Singlemode ausgeführt. Bewohner sollten die fest installierte Faser nicht durch vermeintlich passend aussehende Multimode-Patchkabel ersetzen. Bei einer Verlängerung sind Vorgaben des Netzbetreibers, Steckertyp, Politur und Biegeradius entscheidend.