Lichtleistung messen
Ein optischer Leistungsmesser erfasst die an einem Messpunkt eintreffende Lichtleistung. Für eine belastbare Bewertung müssen Wellenlänge, Referenz, Systemgrenzen und Messpunkt bekannt sein.
dBm und dB
dBm
Absolute optische Leistung bezogen auf ein Milliwatt.
dB
Differenz beziehungsweise Verlust zwischen zwei Pegeln.
Richtig messen
- Passende Wellenlänge und Messbereich einstellen.
- Referenz- und Messkabel spezifikationsgerecht verwenden.
- Messpunkt und Betriebszustand dokumentieren.
- Wert mit Betreiber- oder Gerätegrenzen vergleichen.
Ein dBm-Wert ist ohne Sollbereich nicht automatisch gut oder schlecht.
Messwert richtig lesen
dBm ist ein absoluter optischer Leistungswert; dB beschreibt eine Differenz oder Dämpfung. Deshalb darf ein Pegel von −18 dBm nicht als „18 dB Leitungsverlust“ bezeichnet werden. Für eine Verlustmessung werden Sende- und Empfangswert beziehungsweise zwei definierte Referenzpunkte miteinander verglichen.
Ob ein Pegel zulässig ist, entscheidet nicht eine allgemeine Internet-Tabelle, sondern das Budget des konkreten Systems einschließlich Wellenlänge, Transceiverklasse, Splitter, Steckverbindungen und Messunsicherheit. Ein einzelner Wert ohne Referenz und Messaufbau ist daher keine belastbare Diagnose.
Praktische Prüfung
- Messgerät, Wellenlänge und Referenz dokumentieren.
- Stecker nur fachgerecht reinigen und nicht offen betrachten.
- Pegel mit den Grenzwerten des eingesetzten Systems vergleichen.
- Bei Abweichungen abschnittsweise messen; nicht vorschnell das Endgerät tauschen.