Ein Gast-WLAN gibt Besuchern Internetzugang, ohne das private Heimnetz und dessen Geräte freizugeben. Es sollte einen eigenen Netzwerknamen und ein separates Kennwort besitzen. Die genaue Menüführung hängt vom Routermodell ab.
Warum das Gastnetz sicherer ist
Im Gastzugang werden angemeldete Geräte vom privaten LAN getrennt. Dadurch erhalten Gäste nicht automatisch Zugriff auf NAS, Drucker, Smart-Home-Zentralen oder Verwaltungsoberflächen. AVM beschreibt den WLAN-Gastzugang ausdrücklich als getrenntes Funknetz; vergleichbare Funktionen bieten auch andere aktuelle Router.
Gast-WLAN auf der FRITZ!Box einrichten
http://fritz.boxöffnen und anmelden.- WLAN > Gastzugang aufrufen.
- Privaten WLAN-Gastzugang aktivieren.
- Eindeutigen Netzwerknamen und ein starkes Kennwort festlegen.
- Verschlüsselung aktiviert lassen und Einstellungen übernehmen.
Bei anderen Routern heißen die Menüs beispielsweise „Gastzugang“, „Gastnetz“ oder „Guest Wi-Fi“. Maßgeblich ist die Anleitung des Herstellers.
Kennwort und Verschlüsselung
Ein langes, eigenständiges Kennwort verhindert, dass das private WLAN-Kennwort weitergegeben werden muss. WPA2 beziehungsweise WPA3 bleibt aktiviert, sofern Router und Gastgeräte die gewählte Einstellung unterstützen. Ein dauerhaft offenes Funknetz ist für einen privaten Gastzugang nicht empfehlenswert.
QR-Code statt Kennwortdiktat
Viele Router können einen QR-Code für das Gastnetz anzeigen oder ausdrucken. Er enthält die Zugangsdaten und erleichtert die Anmeldung. Der Code sollte nur dort aushängen, wo die vorgesehenen Gäste ihn sehen dürfen; ein Foto davon bleibt sonst dauerhaft nutzbar, bis das Kennwort geändert wird.
Zugriffsmöglichkeiten kontrollieren
- Gäste dürfen nicht auf die Routeradministration zugreifen.
- Kommunikation zwischen Gastgeräten nur aktivieren, wenn sie wirklich benötigt wird.
- Zeit- oder Bandbreitenbegrenzungen nur nach konkretem Bedarf setzen.
- Nach Veranstaltungen kann das Gastkennwort geändert oder der Zugang deaktiviert werden.
Gastnetz für Smart-Home-Geräte?
Ein Gastnetz ist nicht automatisch ein vollwertiges IoT-Sicherheitsnetz. Manche Smart-Home-Geräte benötigen lokale Kommunikation mit Steuerzentralen oder Smartphones und funktionieren dort nicht. Für eine dauerhafte Segmentierung sind Routerfunktionen und Kommunikationsbedarf der Geräte einzeln zu prüfen.
Regelmäßige Kontrolle
Routersoftware wird aktuell gehalten. In der Geräteübersicht lässt sich kontrollieren, welche Geräte verbunden sind. Unbekannte Geräte werden entfernt und das Gastkennwort anschließend geändert.