FRITZ!Box richtig einrichten – Schritt für Schritt

Schematischer Router mit Anschlussanzeigen für DSL, Ethernet-WAN und Glasfaser
Illustration: Die Verkabelung hängt von Anschlussart und Routermodell ab.
FRITZ!Box einrichten: DSL, Glasfaser über ONT oder direkter Glasfaseranschluss
Die passende Verkabelung hängt von der Anschlussart und dem FRITZ!Box-Modell ab.

Eine FRITZ!Box ist zuverlässig eingerichtet, wenn drei Ebenen getrennt geprüft werden: der physische Anschluss, der Internetzugang des Anbieters und das eigene Heimnetz. Die Menünamen können je nach Modell und FRITZ!OS-Version leicht abweichen; maßgeblich sind deshalb immer die AVM-Anleitung für das konkrete Modell und die Zugangsdaten des Providers.

1. Anschlussart bestimmen

  • DSL/VDSL: Das DSL-Kabel führt von der ersten TAE-Dose zum DSL-Anschluss der FRITZ!Box. Ein alter DSL-Splitter gehört bei aktuellen IP-Anschlüssen nicht dazwischen.
  • FTTH mit externem ONT: Der Ethernet-Ausgang des ONT wird mit dem WAN-Anschluss beziehungsweise dem dafür vorgesehenen LAN-Port der FRITZ!Box verbunden.
  • FTTH mit FRITZ!Box Fiber: Das zum Netz passende Glasfasermodul und Patchkabel werden verwendet. Netztechnik, Stecker und Aktivierungsverfahren müssen zum Anbieter passen.
  • Kabelanschluss: Dafür ist eine FRITZ!Box Cable erforderlich; eine DSL- oder Fiber-Box ersetzt kein Kabelmodem.

2. Router anschließen und starten

Die FRITZ!Box wird zunächst nur mit Anschlussleitung und Netzteil verbunden. Nach dem Start öffnet man an einem per LAN oder WLAN verbundenen Gerät http://fritz.box. Das Gerätekennwort steht bei aktuellen Modellen auf der Geräteunterseite beziehungsweise der beiliegenden Servicekarte.

Das Kennwort sollte nicht mit dem WLAN-Schlüssel verwechselt werden. Beim ersten Aufruf führt ein Assistent durch Sprache, Land und Internetanbieter.

3. Internetzugang einrichten

Im Einrichtungsassistenten wird der tatsächliche Anbieter ausgewählt. Viele Provider übermitteln die Konfiguration automatisch; andere verlangen Zugangsdaten, eine Installationskennung oder die Registrierung des Glasfasermodems. Werte wie VLAN-ID oder Zugangsdaten werden nur aus den Unterlagen des Anbieters übernommen. Einstellungen eines anderen Anschlusses sollten nicht geraten oder kopiert werden.

Nach Abschluss zeigt die FRITZ!Box unter Internet > Online-Monitor, ob eine Verbindung besteht. Bei DSL liefert Internet > DSL-Informationen zusätzlich den Synchronisationsstatus. Bei einem externen ONT muss außerdem dessen optische Statusanzeige eine erfolgreiche Netzverbindung melden.

4. Telefonie prüfen

Rufnummern werden unter Telefonie > Eigene Rufnummern kontrolliert. Automatisch eingerichtete Nummern sollten nicht ohne Grund gelöscht werden. Zeigt eine Rufnummer keine erfolgreiche Registrierung, werden zuerst Internetverbindung, Anbieterangaben und Rufnummernformat geprüft.

5. WLAN sinnvoll konfigurieren

Ein eigener WLAN-Name und ein starkes Kennwort erleichtern die Zuordnung. WPA2/WPA3 sollte aktiviert bleiben, sofern die eingesetzten Endgeräte damit kompatibel sind. WPS wird nur während der Kopplung benötigt. Für Gäste ist das separate Gastnetz geeigneter als die Weitergabe des privaten WLAN-Schlüssels.

Der Router steht frei, erhöht und möglichst zentral im zu versorgenden Bereich. Ein Platz im Metallverteiler, hinter großen Möbeln oder unmittelbar neben starken Störquellen verschlechtert die Funkabdeckung.

6. FRITZ!OS aktualisieren und Konfiguration sichern

Unter System > Update wird geprüft, ob die aktuelle FRITZ!OS-Version installiert ist. Automatische Updates sollten nach dem gewünschten Aktualisierungsniveau aktiviert werden. Anschließend lässt sich unter System > Sicherung eine verschlüsselte Sicherungsdatei erstellen. Sie enthält persönliche Konfigurationsdaten und gehört nicht in ungeschützte Cloud-Ordner.

Kontrolle nach der Einrichtung

  1. Internetseiten an einem per LAN verbundenen Gerät öffnen.
  2. Ein- und ausgehenden Telefonanruf testen.
  3. WLAN in den tatsächlich genutzten Räumen prüfen.
  4. Bei Geschwindigkeitsproblemen zuerst per LAN messen; so wird Anschlussleistung nicht mit WLAN-Leistung verwechselt.

Wenn keine Verbindung zustande kommt

  • DSL synchronisiert nicht: Kabelweg bis zur TAE prüfen und den Anbieter nach einer Leitungsprüfung fragen.
  • ONT ohne optische Verbindung: keine Routereinstellung kann eine fehlende Glasfaserverbindung beheben; der Netzbetreiber muss prüfen.
  • Internet trotz Verbindung nicht verfügbar: Anbieterprofil, Zugangsdaten und Aktivierung kontrollieren.
  • Nur WLAN betroffen: LAN-Gegenprobe durchführen und danach Standort, Funkband sowie Mesh-Verbindung untersuchen.

Weiterführende Artikel

Offizielle Quellen

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