OLT erklärt: Zentrale Gegenstelle eines PON-Netzes

Netztechnik

Das Optical Line Terminal steht beim Netzbetreiber. Es verbindet dessen Datennetz mit einem oder mehreren passiven optischen Verteilnetzen und steuert die Kommunikation der angeschlossenen ONUs beziehungsweise ONTs.

Aufgaben des OLT

  • optische PON-Schnittstellen zum Verteilnetz bereitstellen
  • ONTs erkennen, authentisieren und verwalten
  • Downstream-Daten verteilen und Upstream-Zeitfenster koordinieren
  • Dienste, Bandbreitenprofile und Fehlerzustände verwalten

Wo das OLT sitzt

Das OLT befindet sich nicht im Wohnhaus. Es steht in einer Betriebsstelle, einem PoP oder einem vergleichbaren Netzknoten. Zwischen OLT und Teilnehmer liegen Glasfasern sowie passive Splitter; beim Kunden endet die Strecke am ONT beziehungsweise an einer ONU-Funktion.

Was die PON-Leuchte nicht beweist

Eine aufgebaute optische Verbindung bestätigt noch nicht automatisch Internetzugang, Routerkonfiguration oder WLAN-Qualität. Diese Ebenen müssen getrennt geprüft werden.

Aufgaben der OLT

Die Optical Line Terminal bildet im Point of Presence die aktive Gegenstelle zu vielen ONTs. Sie erzeugt das Downstream-Signal, koordiniert die Upstream-Zeitfenster, verwaltet Teilnehmerprofile und übergibt den Verkehr an das Aggregationsnetz. Bei PON teilen sich mehrere Anschlüsse einen optischen Port über passive Splitter.

Die OLT kennt registrierte Endgeräte und deren Dienstprofile. Deshalb funktioniert ein beliebiger ONT nicht allein durch mechanisches Anstecken: Netzstandard, Seriennummern- oder Zugangsdatenprozess und Betreiberfreigabe müssen zusammenpassen.

Störung einordnen

Sind mehrere Anschlüsse desselben PON-Zweigs gleichzeitig betroffen, können OLT-Port, Zuführung oder Verteiler die gemeinsame Ursache sein. Betrifft es nur einen Anschluss, kommen Teilnehmerfaser, Steckverbindungen, ONT oder Heimnetz hinzu. Diese Trennung erfolgt über Netzüberwachung und Messung, nicht durch Arbeiten des Kunden an der Faser.

Primärquellen

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