PoP erklärt

Netztechnik erklärt

PoP bedeutet Point of Presence. Im FTTH-Ausbau ist damit meist ein zentraler Technikstandort gemeint, der das lokale Zugangsnetz mit Backbone und Diensten verbindet.

Schematischer Point of Presence als zentraler Glasfaser-Technikstandort eines Ausbaugebiets
Illustration: Im PoP treffen Backbone und lokales Glasfaser-Zugangsnetz zusammen.

PoP erklärt

Im PoP laufen Glasfaserstrecken eines Ausbaugebiets zusammen. Dort befinden sich aktive Netzkomponenten, Stromversorgung, Überwachung und Übergänge zum übergeordneten Netz. Deutsche Glasfaser bezeichnet den PoP auch als Glasfaserhauptverteiler. Bauform und Aufgaben variieren je nach Betreiber; PoP, NVT und Gf-AP sind unterschiedliche Netzebenen.

Position und Aufgabe im Netz

Bauteil Aufgabe
Backbone Übergeordnetes Transportnetz
PoP Aktiver zentraler Technik- und Übergabestandort
NVT/DP Dezentralere Verteilung in Ort oder Straße
Gf-AP Abschluss am Gebäude
ONT/Router Aktive Teilnehmertechnik beim Kunden

Was in der Praxis wichtig ist

Die Inbetriebnahme eines PoP ist ein Meilenstein, bedeutet aber nicht, dass jeder Hausanschluss sofort aktiv ist. Danach folgen je nach Projekt Verteilung, Hausanschluss, Spleißarbeiten, Dokumentation und Provisionierung. Kunden greifen nicht auf den PoP zu.

Häufige Fehlannahmen

  • PoP mit einem Router im Haushalt verwechseln.
  • NVT und PoP als identische Gehäuse bezeichnen.
  • Aus der PoP-Aufstellung einen sofort nutzbaren Anschluss ableiten.
  • PoP pauschal als passiv beschreiben.

Häufige Fragen

Warum braucht ein PoP Strom?

Dort arbeitet aktive Netztechnik samt Überwachung und gegebenenfalls Kühlung beziehungsweise Stromersatz.

Ist jeder PoP gleich aufgebaut?

Nein. Betreiber, Netzgröße, PON- oder Punkt-zu-Punkt-Architektur und Redundanz bestimmen die Ausstattung.

Sicherheitshinweis

Arbeiten an Netzverteilern, Rohrsystemen und Glasfasern führt der Netzbetreiber oder eine beauftragte Fachkraft aus.

Präzise offizielle Quellen

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