
Ein DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) ist aktive Netztechnik. Er stellt auf vielen Kupfer-Doppeladern DSL-Signale bereit und bündelt die Anschlüsse in Richtung Kernnetz. Ein MSAN kann zusätzlich weitere Zugangsarten und Dienste zusammenführen.
Wo befindet sich die Technik?
DSLAMs stehen je nach Ausbau im Hauptverteiler oder dezentral in einem Technikstandort beziehungsweise MFG nahe beim Kunden. Beim FTTC-Ausbau wird die aktive Technik per Glasfaser angebunden; vom Straßenstandort bis zum APL läuft das Signal weiter über Kupfer.
Warum beeinflusst die Entfernung die Datenrate?
Auf der Kupferstrecke nehmen Dämpfung und Störeinflüsse mit Leitungslänge und Frequenz zu. Ein näher gelegener Outdoor-DSLAM verkürzt diese Strecke. Die tatsächlich erreichbare Rate hängt zusätzlich von Leitungszustand, Profil, Vectoring, Hausverkabelung und Störabstand ab.
DSLAM, MFG und KVz unterscheiden
- DSLAM/MSAN: aktive elektronische Baugruppe.
- MFG: Gehäuse beziehungsweise Standort für aktive Technik.
- KVz: passiver Verteiler der Kupferadern.
Für die Fehlersuche
Endkunden arbeiten nicht am DSLAM. Der Anbieter prüft Portstatus und Leitungswerte; vor Ort vergleicht der Techniker Messungen am APL und an der ersten TAE. So lässt sich Netz- von Hausverkabelung abgrenzen.