Passives Verteilnetz
Ein optischer Splitter verteilt Lichtsignale einer gemeinsamen Faser auf mehrere Teilnehmerzweige. Er benötigt keine eigene Stromversorgung, verursacht aber eine fest einzuplanende optische Dämpfung.
Funktion im Netz
Im Downstream teilt der Splitter das vom OLT kommende Signal auf seine Ausgänge. Im Upstream werden Signale der Teilnehmer in Richtung OLT zusammengeführt; das PON-Protokoll koordiniert dabei die Übertragung.
Teilungsverhältnis und Pegel
Mit mehr Ausgängen steigt grundsätzlich die Aufteilungsdämpfung. Zusätzlich zählen Faserdämpfung, Steckverbinder, Spleiße und Reserven zum optischen Budget. Die reine Zahl der Splitterausgänge reicht deshalb nicht zur Qualitätsbewertung.
Für Kunden wichtig
- Splitter sind normalerweise Netzinfrastruktur des Betreibers.
- Sie werden nicht durch einen Router oder Switch ersetzt.
- Eigenmächtiges Öffnen oder Umstecken kann mehrere Anschlüsse betreffen.
- Pegelprobleme müssen am vorgesehenen Messpunkt geprüft werden.
Teilung kostet optisches Budget
Ein passiver Splitter verteilt das Signal einer Faser auf mehrere Abgänge und führt die Rückrichtung zusammen. Er benötigt keinen Strom, verursacht aber unvermeidliche Einfügedämpfung. Mit höherem Teilungsverhältnis steigt der theoretische Teilungsverlust; zusätzlich kommen reale Bauteil-, Stecker- und Spleißverluste hinzu.
Das Teilungsverhältnis allein beschreibt deshalb nicht die Qualität eines Anschlusses. Entscheidend ist, ob der gesamte optische Pfad innerhalb der spezifizierten Leistungsklasse bleibt und sauber dokumentiert wurde.
Was der Splitter nicht macht
Er routet keine IP-Pakete und teilt keine garantierte Internetgeschwindigkeit wie ein Ethernet-Switch. Die Zeit- und Teilnehmersteuerung erfolgt durch OLT und ONT. Bei einer Störung kann ein Techniker mit Pegelmessung und OTDR prüfen, ob Fehler vor oder hinter einem Verteiler liegen; der Splitter selbst ist für Bewohner kein Wartungspunkt.