
Der Speedport Smart 4 Plus kombiniert Router, WLAN-Basis und ein integriertes Glasfasermodem. Damit kann er an einem passenden Telekom-FTTH-Anschluss direkt mit der Glasfaserdose verbunden werden. Alternativ lässt er sich über seinen WAN-Port hinter einem externen Glasfasermodem betreiben. Vor einem Gerätewechsel sollte geklärt werden, welche Anschlussvariante am konkreten Anschluss vorgesehen ist.
Was unterscheidet den Smart 4 Plus vom Smart 4?
Der entscheidende Unterschied ist das integrierte Glasfasermodem des Plus-Modells. Der normale Speedport Smart 4 benötigt für FTTH ein separates Glasfasermodem und wird über den WAN-Port angeschlossen. Beide Geräte sind Router; ein vorgeschaltetes Modem oder ein integriertes Glasfasermodem ersetzt nicht die Routerfunktionen wie Firewall, Telefonie und Heimnetzverwaltung.
Direkter Anschluss an FTTH
Bei FTTH endet die Glasfaser in der Wohnung an der Glasfaserdose (Gf-TA). Dort kann laut Telekom entweder ein separates Glasfasermodem, ein Router mit integriertem Glasfasermodem oder ein Einsteckmodem angeschlossen werden. Ob der Smart 4 Plus direkt verwendet werden kann, hängt deshalb nicht allein vom Stecker ab: Der Netzbetreiber muss das Gerät beziehungsweise seine Modem-ID für den Anschluss aktivieren.
- Prüfen, ob tatsächlich FTTH und eine passive Glasfaserdose vorhanden sind.
- Die Anschlussunterlagen des Netzbetreibers und die Bedienungsanleitung des Routers bereithalten.
- Das mitgelieferte, zur Dose passende Glasfaserkabel ohne enge Biegeradien verlegen.
- Die Aktivierung nach dem vom Anbieter vorgegebenen Verfahren durchführen.
Steckerflächen einer Glasfaserverbindung sollten nicht berührt oder eigenmächtig gereinigt werden. Bauteile des Netzbetreibers werden nicht geöffnet oder umgebaut.
Betrieb hinter einem externen Glasfasermodem
Ist bereits ein freigeschaltetes externes Glasfasermodem vorhanden, wird dessen Ethernet-Ausgang mit dem WAN-Port des Routers verbunden. In dieser Konfiguration übernimmt das externe Gerät die optische Netzschnittstelle; der Speedport stellt Internetzugang, Telefonie, LAN und WLAN bereit. Ein zweites Glasfasermodem in Reihe ist weder erforderlich noch sinnvoll.
WLAN und Anschlüsse richtig einordnen
Der Smart 4 Plus unterstützt Wi-Fi 6 und Telekom-Mesh. Die tatsächlich erreichbare WLAN-Datenrate hängt jedoch von Endgerät, Entfernung, Wänden, Funkkanal und Auslastung ab. Für eine belastbare Geschwindigkeitsprüfung wird ein Computer per LAN direkt am Router angeschlossen. Erst wenn der Anschluss dort die erwartbare Leistung erreicht, ist eine getrennte WLAN-Optimierung sinnvoll.
Der Router sollte möglichst frei und nicht in einem geschlossenen Schrank stehen. Muss die Glasfasertechnik im Keller bleiben, kann eine Ethernetleitung den Router oder einen kabelgebundenen WLAN-Zugangspunkt an einen günstigeren Standort anbinden.
Wann passt das Gerät?
- Telekom-FTTH mit direktem Glasfaseranschluss: passend, wenn das Gerät für den Anschluss aktiviert werden kann.
- FTTH mit externem Glasfasermodem: über den WAN-Port nutzbar.
- DSL/VDSL: das integrierte DSL-Modem kann verwendet werden; die Glasfaserschnittstelle bleibt ungenutzt.
- Andere Glasfasernetze: vorab Schnittstelle, Netztechnik und Aktivierungsverfahren beim Anbieter prüfen.
Fehlersuche ohne Eingriff in den Netzabschluss
- Leuchtet die Statusanzeige für die Glasfaserverbindung wie in der Bedienungsanleitung beschrieben?
- Ist bei einem externen Modem der WAN-Port korrekt konfiguriert und die Ethernetverbindung aktiv?
- Wurde das richtige Gerät beim Anbieter registriert?
- Besteht das Problem auch bei einem direkten LAN-Test?
Fehlt bereits die optische Verbindung oder scheitert die Aktivierung, ist der Anbieter der richtige Ansprechpartner. Ein Werksreset ist kein Ersatz für eine fehlende Freischaltung und sollte nur gezielt nach Anleitung erfolgen.
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