Wo sollte der Router stehen?

Grundrissvergleich: Router zentral und frei aufstellen statt im Keller oder Schrank
Illustration: Ein zentraler, freier und erhöhter Routerstandort verbessert die WLAN-Abdeckung.

Der beste Routerstandort ist dort, wo das WLAN tatsächlich gebraucht wird: möglichst zentral, frei und erhöht. Der Hausanschlusspunkt bestimmt nicht automatisch den Routerstandort. Besonders bei Glasfaser kann ein externes ONT per Ethernet mit einem weiter entfernt aufgestellten Router verbunden werden.

Die wichtigsten Standortregeln

  • Router nicht auf den Boden stellen, sondern auf ein Regal oder Sideboard.
  • Möglichst wenige massive Wände und Decken zwischen Router und Endgeräten.
  • Nicht in einen geschlossenen Metall- oder Netzwerkschrank stellen.
  • Abstand zu Mikrowelle, großen Metallflächen und anderen starken Funk- beziehungsweise Elektroquellen halten.
  • Antennen und Lüftungsöffnungen so belassen, wie es die Herstelleranleitung vorsieht.

Warum ein zentraler Standort hilft

WLAN-Signale werden mit zunehmender Entfernung schwächer. Decken, Stahlbeton, Fußbodenheizung, Metall und wasserhaltige Materialien dämpfen zusätzlich. Ein Router am Rand des Hauses muss mehrere Hindernisse durchdringen, um gegenüberliegende Räume zu erreichen. Eine zentrale Position verkürzt diese Wege und verteilt das Signal gleichmäßiger.

Die maximale Datenrate auf der Verpackung beschreibt keine garantierte Geschwindigkeit im Raum. Sie hängt außerdem vom WLAN-Standard des Endgeräts, der Kanalbreite, Nachbarnetzen und der Zahl gleichzeitig aktiver Geräte ab.

Router bei DSL

Bei DSL wird der Router normalerweise an der für den Anschluss vorgesehenen TAE-Dose betrieben. Lange, ungeeignete oder mehrfach verbundene Telefonverlängerungen vor dem DSL-Modem können die Verbindung beeinträchtigen. Ist die TAE ungünstig gelegen, ist eine fachgerecht installierte Datenleitung oder ein kabelgebundener WLAN-Zugangspunkt meist die sauberere Lösung als eine lose Telefonverlängerung.

Router bei FTTH

Bei FTTH endet die Glasfaser an der Gf-TA. Ein externes ONT kann dort installiert bleiben; von seinem Ethernet-Ausgang führt ein Netzwerkkabel zum WAN-Port des Routers. So lässt sich der Router an einem WLAN-günstigen Ort aufstellen, ohne das empfindlichere Glasfaser-Patchkabel quer durch das Gebäude zu führen.

Bei einem Router mit integriertem Glasfasermodem muss dagegen die Glasfaser bis zum Router reichen. Dabei gelten Stecker-, Kabel- und Biegeradiusvorgaben des Netzbetreibers und Geräteherstellers.

Keller, Hauswirtschaftsraum oder Medienverteiler

Ein Keller oder geschlossener Medienverteiler ist für WLAN häufig ungünstig, selbst wenn dort Anschluss und Strom bequem verfügbar sind. Drei robuste Lösungen sind:

  1. Router per Ethernet versetzen: möglich, wenn ein externes Modem oder ONT verwendet wird.
  2. Kabelgebundenen Access Point einsetzen: der Hauptrouter bleibt am Anschluss, das WLAN entsteht am benötigten Ort.
  3. Mesh mit Ethernet-Backhaul: mehrere Zugangspunkte werden per Netzwerkkabel verbunden.

Ein Funk-Repeater ist eine Alternative, wenn kein Kabel verlegt werden kann. Er muss noch ein ausreichend gutes Signal vom Router empfangen; direkt im Funkloch platziert kann er keine stabile Verbindung erzeugen.

2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz

2,4 GHz erreicht typischerweise größere Entfernungen, bietet aber weniger freie Kanäle und ist stärker belegt. 5 GHz ermöglicht höhere Datenraten bei geringerer Reichweite. 6 GHz steht nur kompatiblen Wi-Fi-6E- beziehungsweise Wi-Fi-7-Geräten zur Verfügung und durchdringt Bauteile ebenfalls nicht besser. Ein guter Standort bleibt deshalb unabhängig vom WLAN-Standard wichtig.

Standort systematisch testen

  1. Zuerst die Anschlussleistung per LAN direkt am Router prüfen.
  2. Dann an den wichtigen Nutzungsorten WLAN-Signal und reale Datenrate messen.
  3. Router probeweise höher und freier aufstellen.
  4. Nur wenn die Umstellung nicht reicht, Access Point, Mesh oder Repeater planen.

Messungen sollten am gleichen Endgerät und zu vergleichbaren Zeiten erfolgen. So zeigt der Vorher-nachher-Vergleich tatsächlich den Einfluss des Standorts.

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Häufige Fragen

Sollte der Router im Keller stehen?

Für die WLAN-Abdeckung der Wohnräume ist ein Keller meist ungünstig. Bleibt das Modem oder ONT dort, kann Ethernet zu einem Router oder Access Point an einem zentraleren Ort führen.

Darf der Router in einen Schrank?

Ein geschlossener Schrank schwächt das Funksignal und kann die Wärmeabfuhr behindern. Besser ist ein freier, erhöhter Standort mit offenen Lüftungsflächen.

Wo steht ein Repeater richtig?

Zwischen Router und Funkloch – an einem Punkt, an dem er noch eine stabile Verbindung zum Router erhält. Ein kabelgebundener Access Point oder Ethernet-Backhaul ist planbarer.

Gilt die Standortempfehlung auch für Kabel und DSL?

Ja, für das WLAN. Der physische Anschluss setzt jedoch Grenzen: Bei DSL führt die Leitung zur TAE, bei Kabel zur Multimediadose und bei FTTH zur Gf-TA beziehungsweise zum ONT. Ethernet kann den Internetzugang anschließend zum günstigeren Routerstandort verlängern.

Geprüfte Primärquellen

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